WordPress · Fehlerbehebung

Es gab einen kritischen Fehler auf Ihrer Website

Auf Ihrer Website steht nur noch ein Satz: Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website. Manchmal folgt der Hinweis, dass Sie in Ihr E-Mail-Postfach schauen sollen.

Die Meldung kommt von WordPress selbst. Beim Aufbau der Seite ist ein Programmteil abgebrochen, in den meisten Fällen eine einzelne Erweiterung. Welche es war, lässt sich auch ohne Programmierkenntnisse herausfinden.

Der Link per E-Mail

Der schnellste Weg zurück ins Backend ist ein Link, den WordPress per E-Mail an die Administrator-Adresse schickt. Er gilt etwa einen Tag.

Ohne Mail: über die Dateien

Ohne diese Mail schalten Sie Plugins über den Dateizugang ab. Dabei gehen keine Einstellungen verloren.

Dann entscheiden

Ist der Auslöser gefunden, entscheiden Sie, ob Sie das Plugin aktualisieren, ersetzen oder vorerst deaktiviert lassen.

Was WordPress in diesem Moment tut

Seit Version 5.2 fängt WordPress schwere Fehler in PHP ab, der Programmiersprache, in der WordPress und seine Erweiterungen geschrieben sind. Bricht ein Plugin oder das Theme beim Laden ab, zeigt WordPress Besuchern diese Meldung und schickt eine E-Mail an die Administrator-Adresse.

In der Mail steht ein Link zum sogenannten Wiederherstellungsmodus. Erst wenn Sie sich über diesen Link anmelden, pausiert WordPress die fehlerhafte Erweiterung, und zwar nur für Sie als Administrator. Besucher sehen die Fehlermeldung so lange, bis die Ursache behoben ist.

Ihre Inhalte sind dabei nicht betroffen, sie liegen unverändert in der Datenbank. Bei den Seiten, die ich betreue, sind ein Plugin-Update oder eine vom Hoster angehobene PHP-Version die häufigsten Auslöser.

Was bei einem kritischen Fehler passiert Ein Plugin bricht ab. WordPress zeigt Besuchern die Fehlermeldung und schickt eine Mail an den Administrator. Über den Link darin öffnet sich der Wiederherstellungsmodus, in dem das Plugin nur für den Administrator pausiert ist. 1. Ein Plugin bricht ab zum Beispiel nach einem Update 2. Besucher sehen die Meldung Ihre Inhalte bleiben in der Datenbank 3. Mail an die Admin-Adresse höchstens einmal am Tag, gern im Spam 4. Wiederherstellungsmodus Plugin pausiert, nur für Sie als Admin
So reagiert WordPress seit Version 5.2 auf einen schweren Fehler. Solange die Ursache besteht, sehen Besucher weiter die Meldung.

Der Weg über die E-Mail

Die Nachricht geht an die Adresse, die unter Einstellungen, Allgemein als Administrator-E-Mail eingetragen ist. Im Betreff steht sinngemäß, dass Ihre Website ein technisches Problem hat.

Nach der Anmeldung über den Link zeigt Ihnen WordPress, welches Plugin oder Theme den Fehler ausgelöst hat. Sie deaktivieren es, prüfen die Seite und beenden den Wiederherstellungsmodus über den Hinweis im Backend.

Auch im Spam-Ordner nachsehen

Diese Mails landen häufig im Spam, weil sie vom Server der Website kommen und nicht aus Ihrem gewohnten Postfach.

Warum die Mail oft ausbleibt

Auf vielen Seiten steht als Administrator-Adresse noch die der Agentur oder der Person, die WordPress einmal eingerichtet hat. Die Mail kommt dann an, nur liest dieses Postfach niemand mehr. Außerdem verschickt WordPress diese Nachricht höchstens einmal am Tag. Wurde die erste übersehen oder gelöscht, kommt bis zum nächsten Tag keine neue, auch wenn der Fehler weiter besteht.

Manchmal funktioniert auch der Mailversand des Servers schon länger nicht. Dann fehlen meist auch die Nachrichten aus dem Kontaktformular. Woran das liegt und wie es sich dauerhaft lösen lässt, lesen Sie unter Kontaktformular verschickt nichts.

Wenn keine E-Mail ankommt

Das kommt häufiger vor, als man denkt. Entweder ist die hinterlegte Adresse veraltet, oder der Mailversand des Servers funktioniert schon länger nicht mehr. Dann führt der Weg über die Dateien, per FTP, also den direkten Dateizugang zum Webspace, oder über den Dateimanager Ihres Hosters.

Vor Änderungen an Dateien und PHP-Version sichern

Ordner umzubenennen ist ungefährlich, ein zweites Umbenennen macht es rückgängig. Bevor Sie die wp-config.php bearbeiten oder die PHP-Version umstellen, laden Sie eine Kopie der wp-config.php auf Ihren Rechner und sehen im Kundenmenü des Hosters nach, ob dort eine aktuelle Sicherung der Website liegt. Dann kommen Sie jederzeit auf den Stand von vorher zurück.

  1. Öffnen Sie auf dem Webspace das Verzeichnis wp-content. Dort liegen die Ordner für Plugins und Themes.
  2. Benennen Sie den Ordner plugins um, etwa in plugins-aus. Damit sind alle Plugins auf einmal deaktiviert. Lädt die Seite jetzt, war es eines davon.
  3. Benennen Sie den Ordner zurück und schalten Sie die Plugins stattdessen einzeln ab, indem Sie ihre Ordner der Reihe nach umbenennen. Fangen Sie mit dem an, das zuletzt aktualisiert wurde.
  4. Bleibt der Fehler, ist das Theme verdächtig. Benennen Sie dessen Ordner in wp-content/themes um. WordPress fällt dann auf ein Standard-Theme zurück, sofern eines installiert ist.
  5. Sehen Sie in das Fehlerprotokoll. Die meisten Hoster bieten im Kundenmenü ein Error-Log an. Dort steht meist der Dateiname, der den Abbruch ausgelöst hat, und damit der Name des Plugins.
  6. Erhöhen Sie das Speicherlimit, wenn das Protokoll darauf hinweist. Steht dort „Allowed memory size of … bytes exhausted“, hat WordPress nicht genug Arbeitsspeicher bekommen. Öffnen Sie die wp-config.php im Hauptverzeichnis der Website und fügen Sie oberhalb der Zeile „Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten!“ (englisch „That’s all, stop editing!“) diese Zeile ein: define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' ); Liegt die Obergrenze des Hosters niedriger, bleibt die Zeile wirkungslos. Das Limit lässt sich dann meist in den PHP-Einstellungen im Kundenmenü anheben.
  7. Stellen Sie die PHP-Version vorübergehend zurück, wenn der Hoster sie umgestellt hat. Im Kundenmenü des Hosters sehen Sie, mit welcher PHP-Version die Website läuft. Wurde sie kürzlich angehoben, wählen Sie die vorherige Version und laden die Seite neu. Läuft sie wieder, aktualisieren Sie das betroffene Plugin oder Theme und stellen die PHP-Version danach wieder hoch. Auf der alten Version sollte die Seite nicht bleiben, sie bekommt keine Sicherheitsupdates mehr, und manche Hoster berechnen dafür einen Aufpreis.

Wann welcher Auslöser wahrscheinlich ist

Wann es auftratWahrscheinliche Ursache
Direkt nach einem UpdateDas aktualisierte Plugin verträgt sich nicht mit einem anderen oder mit Ihrer PHP-Version.
Nach der Installation von etwas NeuemZwei Erweiterungen kommen sich in die Quere, häufig bei Caching, Sicherheit oder Seitenbaukasten.
Ohne Änderung an der WebsiteDer Hoster hat die PHP-Version umgestellt, und älterer Code läuft damit nicht mehr.
Nur in bestimmten Bereichen, etwa im ShopMeist steckt eine Erweiterung für genau diesen Bereich dahinter, oft eine Bezahl- oder Versandschnittstelle.
Fehlermeldungen nicht dauerhaft einschalten

Viele Anleitungen empfehlen, in der wp-config.php WP_DEBUG auf true zu setzen. Zur Fehlersuche ist das richtig, lassen Sie es danach aber nicht an. Sonst sehen Besucher Serverpfade und interne Details Ihrer Installation. Wenn Sie es nutzen, dann zusammen mit WP_DEBUG_DISPLAY auf false und der Ausgabe in eine Logdatei.

Wenn sich die Ursache nicht finden lässt

Dann ist eine aktuelle Sicherung der schnellste Weg. Einen Stand von gestern zurückzuspielen dauert meist nur Minuten. Ohne Sicherung kann aus einem fehlerhaften Plugin eine Reparatur über mehrere Tage werden.

Wie eine brauchbare Sicherung aussieht, lesen Sie unter WordPress-Backups. Zeigt die Seite statt der Fehlermeldung plötzlich fremde Inhalte, hilft die Anleitung unter Website gehackt weiter.

Holen Sie sich Hilfe, sobald eines davon zutrifft:

Ab diesem Punkt kostet ein falscher Handgriff mehr als die Fehlersuche selbst: Bestellungen gehen verloren, und Änderungen an Dateien lassen sich ohne Sicherung kaum zurücknehmen. In solchen Fällen sehe ich mir die Seite gern an, schreiben Sie mir dazu über die Kontaktseite.

Häufige Fragen

Normalerweise nicht. Die Meldung stoppt nur den Seitenaufbau, gespeichert ist alles weiterhin. Was während der Störung hätte eingehen sollen, fehlt allerdings: Bestellungen, Anfragen über das Kontaktformular oder neue Anmeldungen kommen in dieser Zeit nicht an, weil Besucher die Seite nicht nutzen können.

Ist ein einzelnes Plugin der Auslöser und lässt es sich vorerst entbehren, läuft die Seite meist schnell wieder. Länger dauert es, wenn genau dieses Plugin unverzichtbar ist, etwa für den Shop, und erst eine passende Version oder ein Ersatz gefunden werden muss.

Der behobene Fehler kommt nicht von allein zurück. Die Meldung selbst kann aber beim nächsten Update eines anderen Plugins oder bei der nächsten PHP-Umstellung des Hosters erneut auftauchen. In der Betreuung spiele ich Updates geprüft ein, und wenn dabei doch etwas kaputtgeht, bringe ich es ohne Zusatzrechnung wieder in Ordnung.

Hilfe anfragen

Sie kommen nicht mehr ins Backend?

Schreiben Sie mir die Adresse der Website und was zuletzt aktualisiert oder neu installiert wurde. Mit diesen Angaben ist die fehlerhafte Erweiterung in der Regel schnell gefunden. Bevor ich etwas ändere, bekommen Sie den Befund und einen Preis für die Reparatur.

Dazu gehört auch meine Einschätzung, ob ein Update des Plugins reicht oder ob Sie es besser ersetzen.

Weitere Anleitungen und Einschätzungen finden Sie im Ratgeber.