Vertrag oder Zuruf
WordPress-Wartungsvertrag oder auf Zuruf:
was lohnt sich für Ihre Website?
Wenn über Ihre Website keine Anfragen oder Bestellungen laufen, reicht in der Regel Hilfe auf Zuruf oder ein Check einmal im Jahr.
Kommen über die Seite dagegen Anfragen, Buchungen oder Bestellungen herein, lohnt sich meistens ein Wartungsvertrag.
Die Frage stellt sich fast immer, wenn eine Website fertig ist. Weiter unten finden Sie beide Modelle im Vergleich, eine Beispielrechnung und die Fälle, in denen sich ein Vertrag nicht rechnet.
Die beiden Modelle, kurz erklärt
| Wartungsvertrag | Abrechnung nach Aufwand | |
|---|---|---|
| Kosten | Fester Monatsbeitrag, bei mir ab 179 Euro pro Website inklusive Mehrwertsteuer | Nur bei Bedarf, nach Aufwand |
| Wer merkt, dass etwas zu tun ist | Der Betreuer, durch regelmäßige Kontrollen | Sie selbst, meist erst bei einem sichtbaren Fehler |
| Reaktionszeit im Problemfall | Vertraglich zugesagt | Je nach Auslastung des Dienstleisters |
| Planbarkeit | Feste Kosten, feste Termine für Updates, feste Zeit für Änderungen, monatlich kündbar | Keine laufenden Kosten, dafür gelegentlich größere Einzelrechnungen |
Bei einem Wartungsvertrag zahlen Sie monatlich einen festen Betrag. Updates werden eingespielt, Backups laufen und werden geprüft, und jemand sieht regelmäßig nach, ob alles funktioniert. Sie bekommen meist nur dann eine Nachricht, wenn etwas Sie wirklich betrifft.
Bei der Abrechnung auf Zuruf zahlen Sie nur, wenn tatsächlich etwas gemacht wird. Das ist oft günstiger.
Dafür müssen Sie selbst bemerken, dass etwas zu tun ist, und in der Praxis melden sich die meisten erst, wenn schon etwas nicht mehr funktioniert.
Wann sich ein Wartungsvertrag lohnt und wann nicht
Für manche Websites ist ein laufender Vertrag rausgeworfenes Geld. Das sage ich auch dann, wenn ich damit gegen mein eigenes Angebot rede.
Kein Vertrag nötig, wenn …
- die Seite im Grunde eine Visitenkarte mit Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer ist
- es keine Bestellungen, keine Anmeldungen und kein Kontaktformular gibt
- Ihre Kunden anrufen oder vorbeikommen und Sie nicht ausschließlich über die Website finden
- Sie damit leben können, wenn die Seite im Zweifel ein paar Tage nicht erreichbar ist
Ein Vertrag lohnt sich, wenn …
- über die Website Anfragen oder Bestellungen kommen. Ein Formular, das seit drei Wochen keine Mails verschickt, kostet Aufträge, von denen Sie nie erfahren.
- regelmäßig etwas geändert wird. Wer fast jeden Monat etwas braucht, zahlt im Vertrag meist weniger als nach Aufwand.
- Sie sich nicht selbst kümmern wollen oder können. Updates und Backups behält man nicht nebenbei im Kopf.
- ein Ausfall Sie Geld oder Termine kostet, etwa bei Shop, Buchungssystem oder einer Praxis mit Online-Terminen.
Trifft die linke Seite auf Sie zu, fahren Sie mit einem jährlichen Check günstiger. Einmal im Jahr spielt jemand die Updates ein und prüft das Backup, den Rest des Jahres zahlen Sie nichts.
Auf der rechten Seite gilt: Je mehr davon zutrifft, desto klarer fällt die Antwort für den Vertrag aus.
Die Website eines Modefachgeschäfts hatte eine Agentur gebaut und danach liegen gelassen. Als ich sie übernahm, standen 21 Plugin-Updates offen, das letzte Backup war neun Monate alt, der Seitenbaukasten lief ohne gültige Lizenz, und in den Kommentaren hatte sich Spam gesammelt.
So etwas entsteht, wenn niemand regelmäßig nachsieht und erst gehandelt wird, wenn etwas sichtbar kaputt ist. Bestandsaufnahme und Angebot hatte das Geschäft am selben Tag, an dem ich den Zugang bekam. Seitdem ist die Website bei mir in Betreuung.
Was Sie mit einem Vertrag eigentlich bezahlen
Updates einzuspielen dauert meistens nicht lange. Der größere Wert eines Vertrags liegt in der zugesagten Reaktionszeit.
Wer einen Vertrag hat, ist in der Planung des Dienstleisters fest eingeplant. Wer nur bei Bedarf anruft, kommt nach den Kunden mit vereinbarter Reaktionszeit an die Reihe. Ist Ihr Dienstleister in dieser Woche ausgebucht, kann es einige Tage dauern, bis sich jemand Ihre Seite ansieht.
Das ist in der ganzen Branche so und liegt an der Reihenfolge, in der Arbeit vergeben wird.
Können Sie ein paar Tage Wartezeit verkraften, ist Hilfe auf Zuruf die passende Wahl. Ist das nicht der Fall, zahlen Sie mit dem Vertrag vor allem für eine feste Reaktionszeit.
Eine Rechnung zum Nachvollziehen
Für die Rechnung nehme ich meine eigenen Preise, weil es für Marktdurchschnitte keine belastbaren Zahlen gibt. Mein kleinster WordPress-Wartungsvertrag kostet 179 Euro pro Website und Monat, also 2.148 Euro im Jahr, inklusive Mehrwertsteuer. Darin steckt jeden Monat eine Stunde für Änderungen, übers Jahr also zwölf Stunden, wenn Sie sie nutzen.
Ziehen Sie von den 2.148 Euro ab, was Sie für diese zwölf Stunden sonst nach Aufwand bezahlen würden. Den Stundensatz dafür nennt Ihnen jeder Dienstleister auf Nachfrage:
Den Stundensatz setzen Sie selbst ein. So sehen Sie, was die Absicherung für Ihre Seite im Jahr tatsächlich kostet.
Legen Sie daneben, was ein Vorfall kostet: die Stunden fürs Aufräumen und die Tage, an denen die Seite nicht erreichbar ist.
Nach meiner Erfahrung ist eine Website, die nach einem gescheiterten Update oder einem Einbruch wiederhergestellt werden muss, selten in unter einem halben Arbeitstag erledigt. Oft werden ein bis zwei Tage daraus, wenn kein brauchbares Backup existiert und Inhalte neu aufgebaut werden müssen. Diese Werte stammen aus meiner eigenen Arbeit, eine Statistik dazu gibt es nicht.
Brauchen Sie die Stunden für Änderungen ohnehin und kostet Sie ein Ausfalltag spürbar Geld, lohnt sich der Vertrag. Brauchen Sie beides nicht, lohnt er sich nicht.
Woran Sie einen fairen Wartungsvertrag erkennen
Die Unterschiede auf einen Blick
Vertrag: fester Betrag
Beim Wartungsvertrag zahlen Sie einen festen Monatsbetrag, und Updates, Backups und Kontrollen laufen, ohne dass Sie daran denken müssen.
Auf Zuruf: nur bei Bedarf
Sie zahlen nur für tatsächliche Arbeit, müssen aber selbst bemerken, wenn etwas nicht stimmt.
Zugesagte Reaktionszeit
Mit Vertrag ist Ihnen eine Reaktionszeit zugesagt. Ohne Vertrag hängt sie davon ab, wie ausgelastet Ihr Dienstleister gerade ist.
Ab 179 Euro im Monat
Mein kleinstes Wartungspaket kostet 179 Euro pro Website und Monat, inklusive Mehrwertsteuer, mit einer Stunde für Änderungen im Monat.
Was ich Ihnen konkret rate
Läuft über Ihre Website kein Geschäft und können Sie ein paar Tage Ausfall verkraften, reicht einmal im Jahr ein Check.
Kommen dagegen Anfragen oder Bestellungen über die Seite herein, nehmen Sie einen Vertrag, und das kleinste Paket, die Wartung für 179 Euro im Monat, reicht meistens.
Brauchen Sie regelmäßig Änderungen oder kostet ein Ausfall Sie Termine, nehmen Sie ein Paket mit mehr Zeit und kürzerer Reaktionszeit: die Betreuung für 299 Euro mit vier Stunden im Monat oder Rundum ab 659 Euro mit acht Stunden, jeweils pro Website und inklusive Mehrwertsteuer.
Sind Sie unsicher, welcher Fall auf Sie zutrifft, hilft ein Blick auf die Seite selbst: Gibt es Formulare oder einen Shop, wie viele Plugins laufen, und wann wurde zuletzt aktualisiert?
Häufige Fragen zum Wartungsvertrag
Wie lange bin ich an den Vertrag gebunden?
Bei mir gibt es keine Mindestlaufzeit. Sie können monatlich kündigen und jeweils zum nächsten Monat in ein größeres oder kleineres Paket wechseln.
Was bekomme ich, wenn ich kündige?
Sie erhalten alle Zugänge und ein aktuelles Backup, und ich entferne meinen Zugang. Es bleiben keine Bausteine zurück, die nur mit meiner Lizenz laufen. Hatten Sie das Rundum-Paket, ziehen wir Elementor Pro und gegebenenfalls das Hosting geordnet auf Sie um.
Was kostet es, wenn ein Update etwas kaputt macht?
Mit Vertrag nichts extra. Die Fehlerbehebung nach Updates ist in allen Paketen enthalten, notfalls mit dem Backup vom Vortag. Ohne Vertrag wird die Reparatur nach Aufwand abgerechnet.
Kann ich Sie auch ohne Vertrag beauftragen?
Ja. Macht Ihre Seite selten Arbeit, sehe ich einmal im Jahr nach dem Rechten oder helfe bei einem konkreten Problem und rechne nach Aufwand ab. Den Aufwand nenne ich Ihnen vorher.
Vorabcheck
Vertrag, Zuruf oder Jahrescheck?
Schicken Sie mir die Adresse Ihrer Website. Im unverbindlichen Vorabcheck sehe ich mir an, welche Formulare und Plugins dort laufen und wann zuletzt aktualisiert wurde.
Danach wissen Sie, ob für Ihre Seite ein Vertrag, Hilfe auf Zuruf oder ein jährlicher Check am sinnvollsten ist.