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Wartungsvertrag oder auf Zuruf, was lohnt sich für Ihre Website?

Die Frage kommt fast immer, wenn eine Website fertig ist: Brauche ich jetzt einen Wartungsvertrag, oder rufe ich einfach an, wenn etwas ist?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Nicht auf Ihr Budget, sondern darauf, was Ihre Website für Sie tut. Hier stehen beide Modelle nebeneinander, damit Sie selbst entscheiden können. Auch gegen den Vertrag, wenn das die richtige Antwort ist.

Kurz gefasst
  • Beim Wartungsvertrag zahlen Sie monatlich einen festen Betrag, und die Arbeit passiert, ohne dass Sie sie anstoßen. Auf Zuruf zahlen Sie nur, wenn tatsächlich etwas gemacht wird, müssen aber selbst merken, dass etwas zu tun ist.
  • Beide Modelle sind seriös. Die Frage ist nicht, welches besser ist, sondern welches zu Ihrer Website passt.
  • Der eigentliche Wert eines Vertrags ist nicht die Arbeit, sondern die Verfügbarkeit: Wer einen Vertrag hat, ist eingeplant.
  • Ein kleines Wartungspaket beginnt bei 50 Euro pro Website und Monat, zuzüglich Mehrwertsteuer. Das sind 600 Euro im Jahr.

Die beiden Modelle, kurz erklärt

Bei einem Wartungsvertrag zahlen Sie monatlich einen festen Betrag. Dafür passiert die Arbeit, ohne dass Sie sie anstoßen. Updates werden eingespielt, Backups laufen und werden geprüft, jemand schaut regelmäßig nach, ob noch alles funktioniert. Im besten Fall merken Sie davon gar nichts.

Bei der Abrechnung auf Zuruf zahlen Sie nur dann, wenn tatsächlich etwas gemacht wird. Das klingt günstiger, und oft ist es das auch. Der Haken liegt woanders: Sie müssen selbst merken, dass etwas zu tun ist. In der Praxis heißt das fast immer, dass Sie sich melden, wenn schon etwas kaputt ist.

 WartungsvertragAbrechnung nach Aufwand
KostenMonatlich ein fester Betrag, bei einem kleinen Wartungspaket ab 50 Euro pro Website und Monat, zuzüglich Mehrwertsteuer.Sie zahlen nur dann, wenn tatsächlich etwas gemacht wird. Das klingt günstiger, und oft ist es das auch.
Wer merkt, dass etwas zu tun istDie Arbeit passiert, ohne dass Sie sie anstoßen. Im besten Fall merken Sie davon gar nichts.Sie selbst. In der Praxis heißt das fast immer, dass Sie sich melden, wenn schon etwas kaputt ist.
Reaktionszeit im ProblemfallWer einen Vertrag hat, ist eingeplant. Die Reaktionszeit steht schriftlich im Vertrag.Sie stehen hinter den Kunden, für die eine Reaktionszeit vereinbart ist. Ist Ihr Dienstleister diese Woche ausgebucht, bleibt die Seite bis nächste Woche weiß.
PlanbarkeitEin fester Monatsbeitrag, monatlich kündbar. Updates zu festen Terminen, geprüfte Backups, laufende Kontrolle.Keine laufenden Kosten. Dafür steht der Fall im Raum, dass einmal jemand aufräumen muss, nach meiner Erfahrung selten unter einem halben Arbeitstag.

Beide Modelle sind seriös. Die Frage ist nicht, welches besser ist, sondern welches zu Ihrer Website passt.

Wann sich ein Wartungsvertrag nicht lohnt

Es gibt Websites, für die ein laufender Vertrag rausgeworfenes Geld ist. Das sage ich auch dann, wenn ich damit gegen mein eigenes Angebot rede.

Wann Sie keinen Vertrag brauchen

Wenn Ihre Website klein ist, keinen Shop und kein Formular hat, sich seit Jahren nicht verändert und über sie kein Geschäft läuft, dann brauchen Sie keinen Monatsvertrag. Wer Ihnen in dieser Lage einen Monatsvertrag verkauft, verkauft Ihnen etwas, das Sie nicht brauchen.

Typisch ist dieser Fall:

  • Die Seite ist im Grunde eine Visitenkarte mit Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer.
  • Es gibt keine Bestellungen, keine Anmeldungen, kein Kontaktformular.
  • Ihre Kunden rufen an oder kommen vorbei. Sie finden Sie nicht ausschließlich über die Website.
  • Sie können damit leben, wenn die Seite im Zweifel ein paar Tage weg ist.

Trifft das auf Sie zu, fahren Sie mit einem jährlichen Check günstiger. Einmal im Jahr schaut jemand drauf, spielt die Updates ein, prüft das Backup, fertig. Den Rest des Jahres zahlen Sie nichts.

Wann sich ein Wartungsvertrag lohnt

Umgekehrt gibt es Fälle, in denen die Rechnung sehr eindeutig für den Vertrag ausgeht:

  • Über die Website kommen Anfragen oder Bestellungen. Ein Formular, das seit drei Wochen keine Mails mehr verschickt, kostet Sie Aufträge, von denen Sie nie erfahren.
  • Es wird regelmäßig etwas geändert. Neue Texte, neue Bilder, neue Seiten. Wer ohnehin fast jeden Monat etwas braucht, zahlt im Vertrag meist weniger als nach Aufwand.
  • Sie wollen oder können sich nicht selbst kümmern. Updates und Backups sind nichts, was man nebenbei im Kopf behält.
  • Ein Ausfall kostet Sie Geld oder Termine. Bei einem Shop, einem Buchungssystem oder einer Praxis mit Online-Terminen ist jeder Tag offline ein echter Verlust.

Je mehr davon zutrifft, desto klarer fällt die Antwort aus.

Der Punkt, den die meisten übersehen

Der eigentliche Wert eines Wartungsvertrags ist nicht die Arbeit. Updates einzuspielen dauert nicht lange. Der Wert ist die Verfügbarkeit.

Das ist in der ganzen Branche so, und es hat nichts mit Druck zu tun, sondern mit Kalendern. Wer einen Vertrag hat, ist eingeplant. Wer nur bei Bedarf anruft, steht im Ernstfall hinter den Kunden, für die eine Reaktionszeit vereinbart ist. Wenn Ihre Seite an einem Dienstagmorgen weiß ist und Ihr Dienstleister diese Woche ausgebucht ist, dann bleibt sie eben bis nächste Woche weiß. Das ist keine Drohung, sondern schlicht die Reihenfolge, in der Arbeit vergeben wird.

Wofür Sie eigentlich zahlen

Ist Ihnen diese Wartezeit egal, ist auf Zuruf richtig. Ist sie Ihnen nicht egal, dann zahlen Sie mit dem Vertrag im Kern für einen Platz weiter vorne in der Schlange.

Eine Rechnung, die Sie nachvollziehen können

Ich rechne mit meinen eigenen Preisen, nicht mit Marktzahlen, die ich nicht belegen kann. Ein kleines Wartungspaket beginnt bei 50 Euro pro Website und Monat, zuzüglich Mehrwertsteuer. Das sind 600 Euro im Jahr.

Dem gegenüber steht der Fall, dass einmal jemand aufräumen muss. Nach meiner Erfahrung ist eine Website, die nach einem gescheiterten Update oder einem Einbruch wiederhergestellt werden muss, selten in unter einem halben Arbeitstag erledigt. Oft werden ein bis zwei Tage daraus, wenn kein brauchbares Backup existiert und Inhalte neu aufgebaut werden müssen. Das ist ein Erfahrungswert aus meiner Arbeit, keine Statistik.

Rechnen Sie diese Stunden mit dem Stundensatz Ihres Dienstleisters durch, den kenne ich nicht. Und rechnen Sie dazu, was Sie die Tage kosten, an denen die Seite nicht erreichbar war. Wird ein einziger solcher Vorfall in drei Jahren teurer als die Beiträge dieser drei Jahre, lohnt sich der Vertrag. Wird er das nicht, lohnt er sich nicht. So einfach ist die Rechnung.

Woran Sie einen fairen Wartungsvertrag erkennen

  • Der Preis ist klar zugeordnet. Steht dort pro Website oder pro Kunde? Bei drei Domains ist das ein Unterschied um das Dreifache.
  • Die Leistungen sind konkret benannt. Rundum sorglos ist keine Leistung. Updates, Backups mit Aufbewahrungsdauer, Sicherheitsprüfung und Erreichbarkeitskontrolle sind Leistungen.
  • Die Reaktionszeit steht schriftlich im Vertrag. Ohne eine Zahl ist genau die Verfügbarkeit, für die Sie zahlen, nicht zugesagt.
  • Der Vertrag ist monatlich kündbar. Zwei Jahre Mindestlaufzeit sind ein Hinweis darauf, dass die Leistung allein nicht überzeugt.
  • Zugänge und Backups gehören Ihnen. Sie müssen jederzeit an Ihre Domain, Ihren Server und Ihre Datensicherung kommen, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen.
  • Sie kommen auch wieder raus. Wenn ein Wechsel des Dienstleisters technisch schwierig wird, ist das selten Zufall.

Was ich Ihnen konkret rate

Läuft über Ihre Website kein Geschäft und können Sie ein paar Tage Ausfall verkraften: kein Vertrag, sondern einmal im Jahr ein Check. Kommen dagegen Anfragen oder Bestellungen über die Seite herein, nehmen Sie einen Vertrag. Das kleinste Paket reicht meistens. Nur wenn Sie regelmäßig Änderungen brauchen oder ein Ausfall Sie Termine kostet, sollte Arbeitszeit mit drin sein.

Und wenn Sie nicht wissen, welcher dieser Fälle Sie sind, fragen Sie jemanden, der Ihnen auch sagt, dass Sie nichts brauchen.

Ehrliche Einschätzung

Schicken Sie mir die Adresse Ihrer Website. Ich sehe mir an, was dort läuft, und sage Ihnen, welches Modell zu Ihnen passt. Auch dann, wenn die Antwort lautet, dass sich ein Wartungsvertrag für Sie nicht lohnt.